Lange genug mussten wir ja nun auf ihn warten, er hat sich Zeit gelassen in diesem Jahr. Aber wenn der Frühling dann endlich durchs Land zieht,
die warmen Sonnenstrahlen die Nase kitzeln und die ersten zarten
Knospen sprießen, dann fühle ich mich immer so richtig grün –
so frühlingsgrün!
Was läge da näher als sich ein super
leckeres Süppchen zu kochen. Mit grünen Erbsen, Rucola, frischem
Bärlauch und als Topping leuchtend pinke Radieschen. Wenn das keine
Augenweide ist? Eine Suppe wie eine Frühlingswiese.
Ich liebe ja Bärlauch und da die
Saison recht kurz ist gibt es ihn derzeit so oft wie möglich und in
allen Variationen. Leider habe noch keinen Platz im Wald gefunden wo
ich ihn frisch ernten kann. Ich bin auch so selten im Wald, bin
aber immer ganz neidisch wenn andere Bloggerinnen ihre geheimen,
versteckten Ernteplätze zeigen. Im Großstadt-Dschungel kauft man
ihn eben im Supermarkt.
Zutaten für 4 Personen
1 Zwiebel
300g mehlige Kartoffeln
reichlich Bärlauch
1 EL Olivenöl
1 l Gemüsebrühe
750g TK-Erbsen
80g Rucola
10 Radieschen
1 EL Butter
100 ml Sahne
3 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
rote Pfefferbeeren (wer mag)
Zwiebeln in kleine, Kartoffeln in große
Würfel schneiden und in dem heißen Öl leicht anbraten. Den klein
geschnittenen Bärlauch zugeben und kurz zusammenfallen lassen. Die
Brühe dazugießen, aufkochen und zugedeckt 15 Minuten köcheln
lassen. Die Erbsen hineingeben und weitere 5 Minuten kochen lassen.
Inzwischen eine Hand Rucola für die
Garnitur beiseite legen und den Rest hacken. Radieschen putzen und vierteln und in
der Butter bei mittlerer Hitze garen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Sahne zur Suppe geben und aufkochen
lassen. Den Rucola hineingeben, die Suppe fein pürieren und mit
Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Suppe in Schüsseln füllen. Mit
Radieschen und Rucola garnieren und mit gehackten roten Pfefferbeeren
bestreuen.
Also, wenn ihr das nächste Mal am Bärlauch vorbeischlendert, sei es nun im Wald oder im Laden, nehmt ihn mit und gebt ihm vorübergehend ein Zuhause in diesem leckeren Süppchen.
Liebe Grüße aus Berlin
Habt ihr auch so gerne Besuch wie ich? Ich liebe es Gäste zu haben! Gerne verwöhne ich sie mit einem mehrgängigen Menü oder einem Buffet voller kleiner Leckerein. Manchmal geht das aber nicht. Das kann mehrere Ursachen haben. Zum Beispiel wenn man viel lieber schnattern will als lange in der Küche zu stehen, um dann leicht abgekämpft die Gänge aufzutragen. Oft hat man einfach keine Zeit für den Großeinkauf und lange Vorbereitungen. Und manchmal steht der Besuch schlicht und ergreifend ganz unverhofft vor der Tür. Was dann? Na das ist doch kein Problem, die Lösung naht! Dann gibt es nämlich eine Orientalische Linsensuppe. Die geht rucki-zucki, kann kulinarisch locker mit jedem Menü mithalten und die Zutaten kann man problemlos jederzeit im Haus haben.

Meine geheime Geheimzutat bei diesem einfachen Gericht ist das Rauchpaprikapulver. Ich liebe es, weil es wirklich zu so vielem passt und den besonderen Geschmack gibt. Einmal angeschafft ist es dann auch immer griffbereit. Der zweite Exot der in der Suppe mitschwimmt, ist der Koriander, den hat man normaler Weise nicht im Haus. Aber auch das lässt sich leicht ändern, denn man kann ihn ganz wunderbar einfrieren und hat ihn so jeder Zeit zur Hand.
Zutaten für 4 Personen:
2 (rote) Zwiebeln
Koriander
2 gehäufte EL Rauchpaprika
3 Nelken
1 TL Kreuzkümmel
2 Dosen (800g) Kicherebsen
200g rote Linsen
1 Liter Gemüsefond oder Gemüsebrühe
1 kl. Dose 400g stückige Tomaten
Tomatenmark
4 TL Öl
Salz
Joghurt
Die Zwiebeln in dünne Spalten schneiden. Die Siele vom Koriander abschneiden und zur Seite legen, die Blätter hacken.
In einem Topf das Öl mit dem Kreuzkümmel und den Nelken 1 min erhitzen. Die Zwiebeln und die Korianderstiele dazugeben und 2 min anschwitzen, mit Salz würzen. Ansschließend alles mit dem Rauchparikapulver bestäuben,kurz mit anrösten und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen.
Die Linsen unter fließendem Wasser abspülen, mit den stückigen Tomaten in die Suppe geben und 10 min köcheln lassen.
Die Kicherebsen ebenfalls abspülen und zusammen mit dem Koriander (noch etwas aufheben) und dem Tomatenmark in die Suppe geben und weitere 10 min Köcheln lassen. Die Stiele und wenn ihr Glück habt auch die Nelken, wieder rausfischen. Anschließend mit Salz abschmecken.
Nun ist die Suppe fertig und kann mit einem Klecks Joghurt und dem restlichen Koriander bestreut serviert werden.
Soll ich euch noch was verraten, man kann die Suppe auch ganz für sich alleine kochen und sich damit gemütlich aufs Sofa verkrümeln... bei den Temperaturen draußen auch keine soooo schlechte Alternative. Also ihr Lieben, ob mit oder ohne Gäste, macht es euch nett und lasst es euch vor allen Dingen schmecken!
Liebe Grüße
aus der Hauptstadtküche
Superfood ist ja zur Zeit der Renner. Wo man auch hinsieht SUPERFOOD. Sachen, von denen man vor ein paar Jahren noch nie etwas gehört hat. Bei sowas bin ich ziemlich skeptisch. Das bin ich generell, wenn etwas so gehypt wird. Harry Potter zum Beispiel habe ich erst Jahre nach der großen Hysterie gelesen. Und ja... tolle Bücher. Aber versteht ihr, was ich meine?
Bisher konnte ich jedenfalls ganz gut ohne Chia-Samen und Goji-Beeren überleben. Wusstet ihr, dass wir die guten gesunden Sachen, die unsere Vorfahren schon vor hunderten Jahren aßen, genau vor unserer Nase haben? Aus der Region. Anderes Thema:
Winterzeit ist Suppenzeit. Die Vorteile
liegen auf der Hand: sie wärmt so schön von innen und am nächsten
Tag schmeckt sie nochmal so gut. Und wenn man dann auch noch so ein
Suppenkaspar ist wie ich, ist man natürlich immer auf der Suche nach
neuen, interessanten und wohlschmeckenden Kombinationen.
Warum nicht
mal den süß-sauren Apfel mit der würzigen Sellerieknolle zusammen
in einem Topf schwimmen lassen? Und so ganz nebenbei ist der
unterschätzte unscheinbare Sellerie ausgesprochen gesund und eine uralte
Heilpflanze. Er ist entzündungshemmend, entschlackend und reich an
Kalium. Und auch der gute Apfel mit seinen vielen Vitaminen ist
gerade im Winter nicht zu verachten. Dadurch ist diese Suppe nicht
nur sehr lecker, sondern auch unheimlich gesund.
Zutaten für 4 Personen
600g Knollensellerie
4 Äpfel
2 Zwiebeln
1 EL Butter
1 Liter Gemüsefond oder Brühe
50 ml Sahne
4 Scheiben Serrano-Schinken
gesalzene Macadamia-Nüsse
Salz und Pfeffer
Die Zwiebeln in Würfel schneiden und in
der Butter glasig braten.
Den ebenfalls in Würfel geschnittenen
Apfel und Sellerie dazugeben und kurz mitbraten. Mit dem Fond oder der Brühe aufgießen
und kochen lassen.
Wenn der Sellerie weich ist, die Suppe
mit der Sahne pürieren. Sollte die Suppe zu dick sein, kann noch
etwas Wasser dazugegeben werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Serrano-Schinken in feine Streifen
schneiden und fettfrei in einer Pfanne knusprig braten. Zusammen mit den gehackten Nüssen über
die Suppe geben und servieren.
Lasst es euch schmecken und bleibt
schön gesund.
Liebe Grüße aus Berlin
Doreen
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